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Lowie van Eck über seine Arbeit als Lehrerassistent an der Bartiméus SO Zeist

Schulfoto des Lehrerassistenten Lowie van Eck

Lowie van Eck (33) ist Hilfslehrer bei Bartiméus Special Education Zeist. Dies ist eine Schule für Kinder mit Sehbehinderungen. Sie lernen dort wie Kinder in einer normalen Grundschule, allerdings mit barrierefreien Funktionen wie Bildschirmlupe, Brailleschrift oder Kontrastfarben.

Anlässlich des Lehrertags und der Accessibility Week, die dieses Jahr den Schwerpunkt auf barrierefreie Bildung legen, haben wir Lowie ein paar Fragen gestellt. Wir sind gespannt auf seine Ideen zur Barrierefreiheit im Regelschulwesen und den Möglichkeiten für die Sonderpädagogik.

Was machen Sie als Lehrerassistent an der SO Zeist?

Die Aufgaben einer Lehrkraft sind sehr vielfältig. Ich unterrichte Schülerinnen und Schüler beispielsweise in Mathematik, Sprachen und Rechtschreibung. Außerdem fördere ich begabte Schülerinnen und Schüler, indem ich ihnen zusätzliches Fördermaterial anbiete. Darüber hinaus gebe ich einigen unserer Schülerinnen und Schüler IKT-Unterricht. Dies sind nur einige der Aufgaben, die standardmäßig zu meinem Stundenplan gehören. Wenn eine Lehrkraft frei hat oder in einer Besprechung ist, vertrete ich die Klasse. Neben der Betreuung kleiner Gruppen unterrichte ich also regelmäßig auch die gesamte Klasse.

Können Kinder nach Abschluss dieser Ausbildung anschließend eine reguläre weiterführende Schule mit spezieller Förderung und Ausstattung besuchen? Oder werden sie anschließend auf eine Förderschule gehen?

An unserem Standort in Zeist haben wir im selben Gebäude auch eine Sonderschule (VSO), für die sich viele unserer Schüler entscheiden. Sie kennen das Gebäude, die Umgebung und viele der hier arbeitenden Lehrer. Fachspezifische Lehrer, beispielsweise für Sport, Musik und Kunst, unterrichten sowohl Sonderpädagogik (SO) als auch Sonderpädagogik (VSO). Auf diese Weise bleiben die Schüler in einer vertrauten und vertrauten Umgebung. Natürlich entscheiden sich einige Schüler für den Besuch einer regulären weiterführenden Schule. Diese Schüler werden von einem Bildungsberater (AOB) unterstützt, der die richtigen Ressourcen und Anleitung bereitstellt. Zum Beispiel Hanneke Kemp, die auch im ADOA-Podcast zu hören ist.

Hören Sie Folge Nr. 7 des ADOA-Podcasts mit Hanneke Kemp >

Was halten Sie von der Arbeit als Lehrerassistent an der SO Zeist?

Jede Augenerkrankung und jedes Kind ist anders, das macht meine Arbeit schön und herausfordernd zugleich. Die Arbeit an einer Cluster-1-Schule lerne ich auch, mit meiner eigenen Sehbehinderung umzugehen. Da ich von Menschen mit Sehbehinderung umgeben bin, wird mir regelmäßig ein Spiegel vorgehalten. Meine Schüler wenden manchmal (Seh-)Strategien an, an die ich gar nicht gedacht habe und die ich dann anwenden kann. Das ist, glaube ich, die Stärke unserer Schule: unsere Spezialisierung auf die Zielgruppe und unsere erfahrungsbasierte Expertise.

Wie war Ihre eigene Schulzeit? Wie war Ihr Sehvermögen damals und haben Sie Hilfsmittel verwendet?

Mit 17 Jahren wurde bei mir eine Sehnervenatrophie diagnostiziert. Aus diesem Grund war in der Grundschule und in der weiterführenden Schule wenig über meine Sehkraft bekannt. Die Lehrer erkannten meine Sehschwäche und taten ihr Bestes, um mir die nötige Hilfe zukommen zu lassen.

Ich bin der Meinung, dass alle Lehrkräfte auf das individuelle Kind eingehen sollten. Trotz fehlender Hilfsmittel wie Lupen oder Vergrößerungsgläsern habe ich mich im Regelunterricht gut zurechtgefunden. Für mich beginnt barrierefreier Unterricht mit pädagogischem Fingerspitzengefühl und angemessenem Handeln der Lehrkräfte.

Glauben Sie, dass mehr Kinder eine reguläre Schulbildung besuchen könnten, wenn der Barrierefreiheit mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde? Was ist Ihrer Meinung nach dafür notwendig und wünschenswert?

„Dadurch erhöht sich natürlich die Zahl der Schüler, die eine reguläre Schule besuchen können. Im Rahmen der Sonderpädagogik konzentrieren wir uns auf die entscheidenden Erfolgsfaktoren mit dem Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Schüler zu stärken. Es ist entscheidend, dass unsere Zielgruppe lernt, im Verkehr selbstständig zu sein (Orientierung und Mobilität), visuelle Strategien zu erwerben und IKT-Kompetenzen zu entwickeln. Diese Fähigkeiten sind unerlässlich und müssen daher bewusst vermittelt werden.“

Möchten Sie im Rahmen des Lehrertags und der Accessibility Week etwas zum Thema barrierefreie Bildung mitteilen?

„Grundlage ist auch für uns die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse jedes Kindes. Für mich beginnt Barrierefreiheit damit, den Schüler wirklich zu sehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen.“

Über Lowie

Neben seiner Arbeit als Lehrerassistent inspiriert Lowie viele mit seinen sportlichen Leistungen. 2023 wurde er niederländischer Meister im Blindenlauf, begleitete einen Kumpel mit verbundenen Augen bei einem 15-Kilometer-Lauf und war dieses Jahr der erste sehbehinderte Läufer, der einen Marathon selbstständig beendete!

Folgen Sie Lowie (@slechtziendehardloper) auf Instagram >

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