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Ernährungsempfehlungen für ADOA(-plus)

von der Biologin und Naturheilpraktikerin Christina Barckhausen

Hallo, ich bin Christina Barckhausen, Ansprechpartnerin für deutsche ADOA-Patienten und Mutter eines kleinen Kindes mit ADOA, das täglich vor der Herausforderung einer gesunden Ernährung steht. 😉.

Als promovierte Humanbiologin und Naturheilpraktikerin habe ich mich mit Begeisterung der Aufgabe gewidmet, … Rubia Ernests Artikel über Lifestyle-Empfehlungen bei ADOA Lesen Sie. Schließlich ist für viele häufigere Erkrankungen bereits erwiesen, dass sie durch eine gesunde Ernährung positiv beeinflusst werden können.

Obwohl es aufgrund der Seltenheit von ADOA(-plus) bisher keine spezifischen Studien gibt, gehe ich – genau wie Rubia – davon aus, dass ein gesunder Lebensstil den Verlauf positiv beeinflussen kann, auch wenn die Auswirkungen sicherlich begrenzt sind. Er schützt nicht nur den Körper im Allgemeinen, sondern beugt auch anderen Erkrankungen vor, die wiederum einen negativen Einfluss auf ADOA(-plus) haben könnten.

Wie Rubia bin auch ich der Meinung, dass eine gesunde, ausgewogene Vollwertkost und nicht Nahrungsergänzungsmittel oder Extrakte die Grundlage für unsere Aufnahme gesunder, lebenswichtiger Substanzen wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (gesunde Pflanzenbestandteile, die nicht zu den ersten vier genannten gehören) bilden sollte.

Der Verzehr von unverarbeiteten, vollwertigen Lebensmitteln ist stets gesünder und sicherer als die Einnahme einzelner Nährstoffe als Nahrungsergänzungsmittel. Aus diesen Gründen möchte ich Ihnen folgende Lebensmittel empfehlen:

Lebensmittel, die bei ADOA besonders hilfreich sein können

Chronische Erkrankungen gehen stets mit einem erhöhten Bedarf an gesunden Mikronährstoffen (z. B. Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen) einher. Welche das im Falle von ADOA genau sind, ist aufgrund mangelnder Forschung noch nicht bekannt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei ADOA der Energiestoffwechsel gestört ist, oxidativer Stress zunimmt (der beispielsweise Zellmembranen und DNA schädigt) und die Nerven belastet werden. Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen folgende Lebensmittel empfehlen:

    • Geflügel und Erdnüsse als Vitamin-B3-Quellen: Beispiele hierfür sind Hühnchen, Pute und ungesalzene Erdnüsse. Sie sind wichtig für die Energieaufnahme, DNA-Reparaturprozesse, Nervenfunktionen und antioxidative Prozesse.

    • Leber, Lachs, Makrele und Naturjoghurt als Quellen für Vitamin B12Beispiele hierfür sind Rinderleber, Hühnerleber, frischer, geräucherter oder gefrorener Lachs, geräucherte oder konservierte Makrele. Vitamin B12 schützt die Nerven und ist wichtig für die Nervenfunktion, die Energieproduktion und DNA-Reparaturprozesse.

      Hinweis: Wenn Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren, da ein Vitamin-B12-Mangel bei diesen Ernährungsformen häufig vorkommt und nicht allein durch die Ernährung ausgeglichen werden kann.

    • Heimische Beeren, Kohl und Nüsse/SamenBeispiele hierfür sind Blaubeeren, Brombeeren, Himbeeren und rote Johannisbeeren; Brokkoli, Grünkohl, Weißkohl und Rosenkohl; sowie Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Leinsamen, Chiasamen und Sonnenblumenkerne. Sie enthalten viele Antioxidantien, die dem durch ADOA erhöhten oxidativen Stress entgegenwirken können. Probieren Sie doch mal, Ihr Müsli oder Ihren Salat mit einer Samenmischung zu garnieren!

    • Nüsse und Leber als Quellen für Vitamin B2Beispiele hierfür sind Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Rinderleber und Hühnerleber. Sie unterstützen die Produktion körpereigener Antioxidantien, die für den Energiestoffwechsel wichtig sind.

    • Natives Olivenöl extraZum Beispiel als Dressing für Salate, Gemüse oder unter Pasta gemischt. Schützt Herz, Blutgefäße und Nervensystem und wirkt dem erhöhten oxidativen Stress entgegen, der mit ADOA einhergeht. Erhitzen Sie es nicht über 180 Grad Celsius.

    • Mineralwasser und Kürbiskerne als MagnesiumquellenBeispielsweise magnesiumreiches Mineralwasser und ungesalzene Kürbiskerne. Magnesium ist ein unglaublich wichtiges Mineral für Muskeln, Nerven, Entspannung und Stoffwechsel. Gönnen Sie sich regelmäßig Mineral- oder Heilwasser mit einem Magnesiumgehalt von über 100 mg/l.

 

Unabhängig davon, ob Sie die ADOA(-plus)-Diät befolgen oder nicht, sollten Sie den folgenden Lebensmitteln mehr Aufmerksamkeit schenken:

Lachs und Makrele als Quellen für Omega-3-Fettsäuren, Jod und Vitamin D

Beispiele hierfür sind gefrorener oder geräucherter Lachs, Makrele aus der Dose oder geräucherte Makrele. Viele Menschen nehmen nicht genügend Omega-3-Fettsäuren zu sich. In Absprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater kann die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels erwogen werden, wenn die Blutwerte unzureichend sind.

Die WHO stuft Mitteleuropa als Jodmangelgebiet ein und empfiehlt ausdrücklich die Verwendung von jodiertem Speisesalz. Insbesondere Veganer haben ein erhöhtes Risiko für Jodmangel. Zudem ist es gerade in den Wintermonaten wichtig, auf eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr zu achten, da der Großteil davon mithilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird.

Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte sowie Obst und Gemüse als Quellen für Ballaststoffe 

Ballaststoffe sind der unterschätzte Newcomer unter den gesundheitsfördernden Nährstoffen. Es ist erwiesen, dass eine ausreichende Ballaststoffzufuhr das Immunsystem stärkt und vor übermäßigen Entzündungsreaktionen, Krebs, psychischen Erkrankungen und Verdauungsproblemen schützt. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!

Greifen Sie zwischendurch zu salzarmen Nüssen (vorzugsweise statt Chips oder Süßigkeiten), essen Sie regelmäßig Hafer- und Hirseflocken, Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornmüsli (mindestens 8 g Ballaststoffe pro 100 g) sowie Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Kidneybohnen und Kichererbsen. Grünkohl, Pastinaken und Rote Bete sind ebenfalls Gemüsesorten mit besonders hohem Ballaststoffgehalt. Versuchen Sie, täglich vier Handvoll Gemüse und zwei Handvoll Obst zu essen.

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Hülsenfrüchte, Spinat und Sonnenblumenkerne als Quellen für Vitamin B9

Beispiele hierfür sind Linsen, Kichererbsen, weiße Bohnen, Spinat, Feldsalat und Sonnenblumenkerne. Sowohl das Robert Koch-Institut als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geben an, dass ein erheblicher Anteil der Deutschen nicht ausreichend Folsäure zu sich nimmt.

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Ich möchte Sie für meine Überzeugung begeistern: Ernährung ist ein unterschätzter Faktor für gute Gesundheit – und das Beste daran ist: Wir haben es selbst in der Hand. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Tipps eine Vorstellung davon geben, welche Lebensmittel Sie öfter in Ihren Speiseplan einbauen können.